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By Werner Auer-Rizzi

In Unternehmen, Regierungen und Verwaltungen wird ein großer Teil von Entscheidungen in Gruppen erarbeitet und getroffen. Werner Auer-Rizzi prüft jene Tendenzen, die zu Fehlleistungen im Entscheidungsprozeß führen können. Einerseits handelt es sich um systematische Verzerrungen, die sich auf kognitive und psychologische Prozesse in der individual zurückführen lassen, und andererseits um Verzerrungen, die auf Grund sozialer Interaktion und Informationsverarbeitung entstehen. Eine Vielzahl von Forschungsergebnissen aus den Bereichen Entscheidungsforschung, Sozialpsychologie und administration werden vom Autor interpretiert und zu einem Gesamtbild entwickelt. Er zeigt auf, daß die Überwindung der Verzerrungstendenzen nur durch soziale Kompetenz erreicht werden kann.

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Die Gruppe "rückt enger zusammen". h. sie darf nicht auf einen Mangel an eigenen Fähigkeiten attribuiert werden, und wird von den Gruppenmitgliedern geteilt. Es muß die Hoffnung bestehen, daß kooperatives Verhalten eine Reduktion oder Eliminierung der Bedrohung herbeiführen kann und es darf kein individualistischer Ausweg existieren. Arbeitsgruppen können unter dem Druck von externen Ereignissen zu "Primärgruppen" werden. Die auffallendsten Beispiele dafür sind militärische Gruppen in Kampfsituationen: Loyalität zur kleinen Kampfeinheit war dasjenige, das viele Soldaten im 2.

In der Austauschtheorie (Thibaut/Kelley 1959; Hornans 1961) stehen 1 siehe 5. 1f 34 Das Kollektiv als Entität Kosten-Nutzen Überlegungen sozialer Beziehungen im Vordergrund, wobei soziale Interaktionen aufrecht erhalten werden, wenn der Nutzen (Belohnungen) die Kosten (Einsatz) übersteigt. Die Stärke der Kohäsion (interpersonellen Attraktion- wobei meist Dyaden untersucht wurden) hängt von dem Ausmaß ab, in dem Belohnungen durch die Zugehörigkeit zur Gruppe erfahren werden. Aus der Sicht von Reinforcement-Theorien (Lott 1961) führen Interaktionen, die zur Zielerreichung beitragen oder in irgendeiner Weise belohnend sind, zur Verstärkung dieser und in weiterer Folge zur interpersonalen Attraktion.

Ein weiteres nennenswertes Ergebnis bezieht sich auf kooperative versus kompetitive Interaktion: Im ersteren Fall erhöhte Ähnlichkeit die interpersonelle Attraktion während im letzteren Unähnlichkeit einen stärkeren Einfluß hatte (Israel 1956, Lerner/Hecker 1962). h. bei erfolgreicher Erreichung der Gruppenziele - steigt und bei Mißerfolg sinkt (für eine Übersicht siehe Shaw 1976; Zander 1979). Unter bestimmten Umständen jedoch kann auch Mißerfolg zu einer höheren Attraktivität der Gruppe führen, am wahrscheinlichsten, wenn der Mißerfolg von den Mitgliedern als willkürlich von einer externen Quelle verursacht wahrgenommen wird.

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