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By Gerhard de Haan;Georg Kamp;Achim Lerch;Laura Martignon;Georg M????ller-Christ;Hans Gottfried Nutzinger

Problemfelder wie der Klimawandel, der Rückgang der Artenvielfalt und das Schwinden der Vorräte fossiler Energieträger stellen die Menschheit vor hochkomplexe Herausforderungen. Für eine angemessene Reaktion ist nicht nur ein erhebliches Sachwissen erforderlich, sondern auch die Fähigkeit, dies mit Blick auf die Erfordernisse einer nachhaltigen und im generationenübergreifenden Maßstab gerechten Entwicklung in wirksames Handeln umzusetzen. Ohne eine weltweite Bildungsinitiative, so heißt es etwa in der time table 21, sei dies nicht zu gewährleisten.

Die im Rahmen eines Projektes der Europäischen Akademie undesirable Neuenahr-Ahrweiler GmbH im interdisziplinären Diskurs erarbeitete Studie markiert die Erfordernisse eines nachhaltigen und gerechten Handelns und analysiert die notwendigen Voraussetzungen für dessen Erfolg. Auf der Grundlage klarer begrifflicher Unterscheidungen zwischen einem planungsrationalen Konzept der Nachhaltigkeit und einem an die moralphilosophische culture anschließenden Konzept der generationenübergreifenden Gerechtigkeit werden Strategien ausgewiesen, die in den Problemfeldern der genannten paintings dem Planen und Entscheiden des Einzelnen Orientierung bieten können. Die Umsetzung in wirksames Handeln setzt allerdings voraus, dass Zielkonflikte bewältigt und kollektive Entscheidungsdilemmata überwunden werden können, dass der Einzelne angesichts von Risiken, Ungewissheiten und überkomplexen Informationsmengen entscheidungs- und handlungsfähig bleibt und in der Lage ist, langfristige Pläne zu entwickeln. Die Kompetenzen, über die er hierfür verfügen muss und um deren Vermittlung sich schulische Bildung verstärkt bemühen sollte, werden aus den aufgewiesenen Handlungserfordernissen und den zu überwindenden Handlungshemmnissen systematisch abgeleitet und begründet. Die Studie schließt mit einem Katalog expliziter Empfehlungen, wie die Gesellschaft und ihre Institutionen eine Bildung für eine nachhaltige und gerechte Entwicklung umsetzen könnten.

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Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit: Grundlagen und schulpraktische Konsequenzen

Problemfelder wie der Klimawandel, der Rückgang der Artenvielfalt und das Schwinden der Vorräte fossiler Energieträger stellen die Menschheit vor hochkomplexe Herausforderungen. Für eine angemessene Reaktion ist nicht nur ein erhebliches Sachwissen erforderlich, sondern auch die Fähigkeit, dies mit Blick auf die Erfordernisse einer nachhaltigen und im generationenübergreifenden Maßstab gerechten Entwicklung in wirksames Handeln umzusetzen.

On the Relation Between Science and Religion

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12 Die bestehenden, bereits ausführlich dargelegten Unsicherheiten in der Klimaforschung haben natürlich einen gravierenden Einfluss auf die Verlässlichkeit ökonomischer Kosten-Nutzen-Analysen zu dieser Problematik. Seit Beginn der neunziger Jahre wurde eine ganze Reihe von entsprechenden Studien verfasst, in denen die prognostizierten Kosten einer anthropogenen Klimaerwärmung erheblich variieren, insbesondere in Abhängigkeit von der jeweils zugrunde gelegten Diskontrate und vor allem von den jeweils unterschiedlichen Annahmen über den vermuteten Verlauf der „Schadensfunktion“ einer Klimaerwärmung.

Dies gilt natürlich nicht nur für den äußerst problematischen Versuch, Klimaziele allein unter dem Gesichtspunkt der ökonomischen Bewertung von vermuteten Kosten und Erträgen zu bestimmen, sondern in ähnlicher Weise auch für die Bereitstellung von Entscheidungsgründen durch die Naturwissenschaften: „Objektives“, eindeutiges und verlässliches Wissen steht hier nicht bereit. Vielmehr kommen auch hier „Urteilskraft“ und das Einhalten als „kritisch“ erachteter Grenzen ins Spiel. Als ein vernünftiger Ausgangspunkt kann dabei gleichwohl die vom IPCC ursprünglich vorgeschlagene Begrenzung des Temperaturanstieg auf 0,2° C pro Dekade betrachtet werden, der selbstverständlich aber weiterer Analyse und kritischer Argumentation bedürftig ist.

So richtig also auf der einen Seite der Hinweis auf die extreme Komplexität und die ausgeprägte Unsicherheit des Problemfelds „Klimawandel“ ist, so darf auf der anderen Seite die notwendige Vorsicht und Skepsis hinsichtlich unseres Wissens über Ursachen und Folgen des Klimawandels nicht dazu verwendet werden, in einen undifferenzierten Agnostizismus zu verfallen, aus dem eine generelle Untätigkeit in klimapolitischen Fragen oder allenfalls das Warten auf „sichere“ Ergebnisse der Klimaforschung folgen würde.

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